Archiv für September 2009

„Gefahr sind nicht die Minderheiten“

Von Manja Wilde

„Templin. 20 Prozent der Bevölkerung tragen eine antisemitische Haltung in sich, 40 Prozent eine ausländerfeindliche. ‚Antisemitismus und Rassismus sind nicht das Problem von Minderheiten‘, konfrontierte Prof. Dr. Wolfgang Wippermann von der Freien Universität Berlin die Zuhörer der Podiumsdiskussion des Templiner Demokratiefestes mit aktuellen Forschungsergebnissen. ‚Die NPD geht mir glatt am Arsch vorbei‘, verdeutlichte der Professor. ‚Die Demokratie von Weimar wurde auch nicht von links und rechts kaputt gemacht.‘ […]“

Den gesamten Artikel findet Ihr hier:

UKK

Radikalisierte Variante

Eine autoritäre Ära: Wippermann und Wehler untersuchen den politischen Charakter des Nationalsozialismus.

von Ernst Piper

„Wolfgang Wippermann hat in diesem Frühjahr zwei Bücher vorgelegt, die eigentümlich kontrastieren. In ‚Dämonisierung durch Vergleich. DDR und Drittes Reich‘ wehrt er sich vehement dagegen, die beiden Diktaturen, die es auf deutschem Boden gegeben hat, zu vergleichen. Das führe unweigerlich zu einer Dämonisierung der DDR und einer Relativierung des NS-Regimes und seiner Verbrechen. Seine Haupteinwände gegen den Vergleich heißen Vernichtungskrieg und Holocaust. Diese beiden Kriterien, die in der Tat den Kern des NS-Regimes ausmachen, hindern Wippermann aber keineswegs daran, das Dritte Reich in seinem neuen Buch zum Faschismus geradezu emphatisch unter einen ‚generischen Faschismusbegriff‘ zu subsumieren und so in einen engen Vergleichszusammenhang mit Regimen zu bringen, man denke etwa an Spanien unter Franco, deren Herrschaftspraxis eine gänzlich andere war. Wippermann wehrt sich denn auch gegen die These von der Singularität des Holocaust, denn dieses ‚deutsche Megaverbrechen‘ dürfe nicht zu einer Relativierung der Untaten anderer faschistischer Regime führen. […]“

Die gesamte Rezension findet Ihr hier:

Tagesspiegel