Archiv für Juni 2009

„Sie haben die Juden einfach vergessen“

In einer Anhörung am Donnerstag ist der Gesetzentwurf der rot-schwarzen Koalition zur Einsetzung eines Beauftragten für Diktatur-Opfer auf Kritik gestoßen. Man habe die rassisch Verfolgten außen vorgelassen und die DDR und NS-Diktatur weitgehend gleichgesetzt, bemängeln die Kritiker.
Mehrere Tageszeitungen berichteten über die Anhörung; hier eine Auswahl:

Tagesspiegel: „Sie haben die Juden einfach vergessen“
Neues Deutschland: Jüdische Opfer „einfach vergessen“
Märkische Oderzeitung: „Kritik am Konzept zur Diktatur-Aufarbeitung“

Intrigen und Geheimbünde. Verschwörungstheorien – historisch und zeitgenössisch

Sendung „Sternstunde Religion“ des SF 1 vom 7. Juni 2009

Ob Schweinegrippe oder Wirtschaftskrise – wann immer Katastrophen drohen oder bereits über die Welt hereingebrochen sind, schiessen Verschwörungstheorien wie Pilze aus dem Boden. Auch im Kino ist derzeit wieder Verschwörung angesagt. Nach „Da Vinci Code“ ist nun auch Dan Browns Thriller „Illuminati“ verfilmt. Was ist es nur, das Verschwörungstheorien so anziehend macht? Wie funktionieren sie und warum haben die meisten eine religiöse Komponente? Judith Hardegger im Gespräch mit Wolfgang Wippermann.

Schwelender Historikerstreit No. 2

Professor Wolfgang Wippermann (Berlin) analysiert in einem etwas grob gestrickten Buch die neue Lust an der NS-Relativierung…

Von Martin Jander

„Als Ernst Nolte und andere westdeutsche Historiker in der Mitte der 80 Jahre des letzten Jahrhunderts den Versuch unternahmen, die Verbrechen des Nationalsozialismus unter Verweis auf die Verbrechen Stalins und anderer zu relativieren und zu verharmlosen, lösten sie damit eine der heftigsten öffentlichen Kontroversen der deutschen Nachkriegsgeschichte aus. Das politische Vorhaben der revisionistischen Historiker scheiterte weitgehend.

Schon kurze Zeit später jedoch, nach dem Untergang der DDR 1989/90, kam der Versuch der Relativierung der NS-Verbrechen in Deutschland erneut wieder in Mode und hält bis heute an. […]“

Die gesamte Buchbesprechung findet Ihr hier:

Hagalil

Konstruierte Verschwörung

von Susanne Kailitz

Wolfgang Wippermanns Polemik gegen den Vergleich von NS- und SED-Diktatur

„Die Methode ist eine der ältesten Formen menschlichen Erkenntnisgewinns: Indem wir Dinge und Sachverhalte systematisch gegenüberstellen, sie auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin betrachten, können wir sie beschreiben, erklären, neue Hypothesen entwickeln und Prognosen wagen. Nichts anderes tut, wer vergleicht – und niemand würde bestreiten, dass es in der Geschichte der verschiedenen Wissenschaften Vergleiche waren, die Erkenntnisse gebracht haben. Insofern erscheint es merkwürdig, wenn ausgerechnet ein Wissenschaftler eine Streitschrift vorlegt, die den Vergleich verpönt – wie es Wolfgang Wippermann in seinem neuen Buch ‚Dämonisierung durch Vergleich: DDR und Drittes Reich‘ tut. […]“

Die gesamte Buchbesprechung findet Ihr hier:

das parlament

In der Rubrik „Das politische Buch“ der gleichen Ausgabe der Zeitung „Das Parlament“ findet sich auch eine Besprechung des neuesten Buches von Hubertus Knabe „Honeckers Erben. Die Wahrheit über Die Linke“. Diese Rezension findet Ihr hier.